Über uns

Warum das Ganze

Ein Samstagabend im März in einer Sporthalle im Großraum Berlin.
Eine weitere Niederlage, die inzwischen 7. in Folge.
Die Überzeugungstäter in Sachen Breitensport Basketball haben erneut ihre familiären Verpflichtungen an Partner oder Familie ausgelagert, um die bis dato enttäuschende Saison doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Am Ende bleibt eine deutliche Niederlage gegen den ,erneut als schlagbar klassifizierten, Gegner und der Blick in leere und vor allem enttäuschte Gesichter.
Nicht, dass dieses Team einen stimmungsmäßigen Aufhellungsmoment braucht, trotzdem drückt der inzwischen feststehende Abstieg aufs Gemüt der geschundenen Körper.
Was bleibt also?
Aufstehen und weitermachen? Sicherlich.
Vor allem aber: Duschen und eine weitere Niederlage in den unendlichen Weiten des Berliner Abwassernetzwerks zu versenken.
So stehen wir also in einer Schulsporthalle in Berlin und fragen uns was mehr schmerzt: das klirrend kalte Wasser oder die erneuteNiederlage? Wie können wir die Stimmung positiv gestalten und die Saison zu einem zumindest zwischenmenschlich positivem Abschluss bringen?
Es ist der Moment als das kalte Wasser die Richtung gen lauwarm nimmt, als die Idee dieses Blogs entsteht.Der Impuls ist einer, der vor allem enttäuschte Gemüter vom Elend der erneuten Niederlage befreien will: trotz einer Niederlage ein Lächeln auf die Gesichter des Teams zaubern oder einfach die Stimmung heben.
Es ist dieser Moment, wo das inzwischen lauwarme Wasser den Blick auf funktionierende Duschen, Seifenspender und vorhandene Sanitäreinrichtungen lenkt und sagt „it could be worse“.
Mit diesem Mindset treten wir in die viel zu kleine Umkleidekabine und sagen, wenn nicht gar schreien, „diese Dusche kriegt 4 von 5 Fliesen“. Die Konsequenzen dieser spontanen Aussage sind niemandem bewusst, aber sie bilden die Grundlage für diesen Blog, dessen Existenz die Gesellschaft unwissentlich vermisste. Wir bewerten fortwährend auf unserer Reise durch Berliner Basketballligen die im Prozess anzutreffenden Duschen und Umkleidekabinen. Es ist noch unklar, welche Kategorien sich als belastbar erweisen, aber wir wollen einen subjektiven Eindruck der Zustände der Sanitäreinrichtungen im Berliner Breitensport geben. Was als Motivationsmoment für ein niedergeschlagenes Team begann, wird fortlaufend eine Dokumentation, der von uns bereisten Sportstätten. Da wir nicht nur Basketball auf niedrigstem Niveau spielen, sondern auch Familienväter sind, kann jede Dokumentation der Sanitäreinrichtungen in Berliner Sporthallen auch als Report über die Rahmenbedingungen des Schulsports unserer Kinder gelesen werden.
Alles ist subjektiv und mit der Prise Ironie versehen, die ein Blog mit dem Titel „Fliesensporterlebnis“ mit sich bringt. ABer jeder Post ist auch ein Blick in die Sporthallen des Landes Berlin.
Im Guten, wie im Schlechten.
Also folgt uns auf unserer Reise durch die Kreisliga A/B/C und seid sicher, dass die Fliesenoptik nicht durch das sportliche Ergebnis getrübt oder aufgehellt wird. Seid euch sicher, dass kaltes Wasser als kaltes Wasser betitelt und ergebnisunabhängig ein voller Seifenspender als positiv präsentiert wird.
Folgt uns auf unserer Reise durch die Berliner Sporthallenlandschaft. Am Ende gehts um warmes Wasser und funktionierende Toiletten. The basics. The essentials. The must haves, auch für die Schulkinder, die tagtäglich diese Sportstätten aufsuchen.